Wissenswertes - Tips zum Besuch einer Hundeshow

Wie bereite ich mich als Zuschauer auf eine Show vor?

Du willst zum ersten Mal auf eine Hundeshow gehen?
Du hast wahrscheinlich einen ereignisreichen Tag vor sich. Was kann schöner sein, als sich inmitten hunderter netter Hunde zu befinden? Du hast vielleicht mal Westminster im Fernsehen gesehen und möchtest so ein Erlebnis jetzt am eigenen Leib erfahren.
Den Glitzer und den Glamour: Nun, Westminster ist etwas einzigartiges, zu vergleichen mit der Oscar-Nacht der Filmindustrie. Die durchschnittliche Hundeshow ist etwas bodenständiger, in etwa wie Samstagabend vor deinen Kino. Du wirst keine Richter in Versace-Outfits oder Aussteller in Paillettenjacken bei ihrer lokalen Ausstellung finden.
Obwohl, man weiß nie...
Vielleicht willst du dir einen Hund kaufen und verschiedene Rassen miteinander vergleichen. Gute Idee. Du wirst eine große Auswahl an Hunderassen antreffen und kannst dich mit Besitzern und Züchtern an Ort und Stelle unterhalten. Vielleicht denkt auch jemand, dass ihr eigener Hund Showpotential hat und du willst jetzt herausfinden, um was es eigentlich auf einer Hundeshow geht. Nun, das ist der richtige Platz um es herauszufinden.

Wenn du mal einen ernsthaften Aussteller beim Packen für eine Show beobachtet hast, dann hast du vielleicht gedacht „Wow - was für eine Menge Zeug man für eine Hundeshow braucht!“ Die Wahrheit ist, dass nur die Hälfte der Sachen für den Hund bestimmt ist. Der Rest sind Überlebenshilfen für den Aussteller. Hier sind einige Tips damit auch du deinen ersten Besuch auf einer Hundeshow überlebst und sogar genießen kannst.

Besondere Kleidung für diesen Anlass?

Nein! Eine Hundeshow ist nicht der richtige Platz für deine Sonntagskleidung, auch wenn die Show selbst vielleicht an einem Sonntag stattfindet. Besonders schwarze oder dunkelblaue Wollkleidung solltest du im Schrank lassen, es sei denn, du kannst dich mit der Idee anfreunden, ein laufender Magnet für jedes Hundehaar zu werden, das nicht richtig am Hund selbst festsitzt. du kannst dich darauf verlassen, das diese Hundehaare bis zu dem Zeitpunkt unlöslich an deiner Kleidung bleibt bis du dir etwas zu Essen holst. Dann werden die Hundehaare, von magischer Kraft bewegt, auf dem Brot, in deiner Suppe oder auf deinem Salat landen. Wirklich knochenharte Hundeleute finden Mahlzeiten ohne Hundehaare im übrigen flau.

Glaube nicht das es klüger ist, in weißer Kleidung zu erscheinen. Dafür aber Pfotenabdrücke. Dieser anbetungswürdige Hund, der zu dir kam um gestreichelt zu werden, wird mit Sicherheit nicht nur in deinen Herzen Spuren hinterlassen.

Lederkleidung ist gut ... es sei denn, es ist warm.

Bequeme Schuhe sind ein Muss! Du wirst dich wundern, welche langen Wege man auf einer Show zurücklegen muss. Wenn du dir nur zwei Rassen ansehen willst ist die Möglichkeit das sie an unterschiedlichen Enden des Showgeländes gerichtet werden nicht allzu gering. Mit viel Glück werden sie sogar in unterschiedlichen Gebäuden gerichtet.

Kinder mitbringen?

Nein! Gut, wenn die Kinder absolute Engel sind und du selbst ein geduldiges Elternteil mit perfekter Kontrolle über deinen Nachwuchs, dann versuche es ruhig. Aber sei gewarnt wenn dein Kleinkind versucht, den blütenweißen Pudel mit seinen Schokoladenhänden anzufassen oder dein Anhang am Ring lautstark nach Eis verlangt (insbesondere an einem Obedience Ring, während der langen Sitz- und Platzübungen) - das könnte dich schnell sehr unbeliebt machen.

Und auch wenn es bequem zu sein scheint, setze dein Kleinkind nicht in einen Buggy. Damit bringst du das Kind mehr oder weniger auf die Augenhöhe des durchschnittlichen Hundes und eröffnest dadurch die Möglichkeit das dein Kind sich mal eine „Handvoll Hund“ schnappt (oder umgekehrt). In der Welt der Hundeshows nennt man Kinder in Buggys auch „Essen auf Rädern“.

Bequemlichkeit auf der Show?

Ja - du solltest deine eigene Sitzgelegenheiten mitbringen! Einige Shows beginnen mit ausreichender Bestuhlung rund um den Ring. Aber diese Stühle haben eine Tendenz, in den Grooming Bereich oder zu den Ausstellerzelten zu verschwinden. Du hast nur dann mit Sicherheit einen Sitzplatz, wenn du ihn dir selbst mitbringst.

Mit den Ausstellern sprechen?

Nein! Nicht mit Fragen und Kommentaren drauf einstürzen, wenn sie sich gerade den Weg zum Ring bahnen, darauf warten, in den Ring gerufen zu werden oder wenn sie um ihre Hunde herumtanzen, ihre Arme wie Windmühlenflügel durch die Luft fliegen, während sie die Hunde bürsten, aufplustern, kämmen, glätten und sprühen (um den Hunden den erforderlichen natürlichen Look zu geben).

Die meisten Aussteller sprechen wirklich gern über ihre Hunde und werden dir alle deine Fragen wahrscheinlich gern beantworten, wenn sie entspannt und nicht unter Druck sind.

Nur ein Vorschlag: Sei vorsichtig, was du sagst wenn du am Ring stehst. Erinnere dich an Mutters Ratschlag: „Wenn Du nichts Nettes sagen kannst, dann sage gar nichts.“ Es gibt nichts peinlicheres, als zu der Person neben dir etwas zu sagen wie, „Wieso gewinnt denn jetzt dieser komisch aussehende Hund“ - nur um herauszufinden, das du gerade mit dem Besitzer dieses „komisch aussehenden Hundes“ sprichst.

Eine Hundeshow verstehen?

Ja- kaufe dir einen Katalog. Du erfährst dort wann was wo stattfindet, die Namen der ausgestellten Hunde und andere Informationen (Alter, Züchter, Eltern) und eventuell noch mehr Dinge, die für dich von Interesse sind. Abgesehen davon, die Klubs können die zusätzlichen Einnahmen durch den Verkauf der Kataloge gut gebrauchen.

Du wirst wahrscheinlich nicht alle Nuancen über das Richten von Hunden an einem Tag verstehen, aber du hast am Ende wahrscheinlich doch das grobe Prinzip erfasst: Es ist ein riesiger Ausscheidungswettbewerb, wo Hunde von Klasse zu Klasse wandern, bis sie von einem besseren Hund geschlagen werden. Am Ende ist der einzige ungeschlagene Hund Best in Show. Gut, das ist eine etwas grobe Beschreibung, aber es ist ein Anfang.

Entspanne dich und genieße den Tag. Du könntest eines Tages selber Aussteller sein.

- Verfasser unbekannt -